Das DRY-Prinzip

Das Akronym DRY steht für Don’t repeat yourself. Das DRY-Prinzip ist eine Philosophie in der Informationstechnik, die verlangt, dass jede Information nur einmal in einem Projekt vorkommt. Das schliesst im Idealfall Quelltexte, Datenbankschemata, Tests und Dokumentationen ein.

Durch die Vorhaltung von Informationen an nur einer Stelle, wird die Gefahr vermieden, dass redundante Informationen bei Änderungen vergessen werden. Das vermeidet Fehler so wie Inkonsistenzen und erhöht die Übersicht.

Das DRY-Prinzip kann durch Automatisierung und Kapselung erreicht werden. Es ist eines der Kernprinzipien auf denen das bekannte Buch Der Pragmatische Programmierer basiert. Es hält Anwendungen für Änderungen offen und ist damit Vorraussetzung für agile Softwareentwicklung.

Usability nach DIN EN ISO 9241

In DIN EN ISO 9241 werden folgende Kriterien für die Usability eines Dialogsystems zusammengefasst:

  • Aufgabenangemessenheit: Ein Dialog ist Aufgaben angemessen, wenn er den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit: Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Benutzer auf Anfrage erklärt wird.
  • Steuerbarkeit: Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten, sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.
  • Erwartungskonformität: Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z. B. seinen Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, seiner Ausbildung und seiner Erfahrung sowie den allgemein anerkannten Konventionen.
  • Fehlertoleranz: Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand seitens des Benutzers erreicht werden kann. 
  • Individualisierbarkeit: Ein Dialog ist individualisierbar, wenn das Dialogsystem Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe, sowie an die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zulässt. 
  • Lernförderlichkeit: Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet. 

Agile Werte

Im Februar 2001 wurde von einer Gruppe von 17 Softwareentwicklern in einem Skiressort in Utah das agile Manifest ausgearbeitet. Darin sind die Prinzipien der agilen Softwareentwicklung festgehalten:

  1. Individuen und Interaktionen gelten mehr als Prozesse und Tools.
  2. Funktionierende Programme gelten mehr als ausführliche Dokumentation.
  3. Die stetige Zusammenarbeit mit dem Kunden steht über Verträgen.
  4. Der Mut und die Offenheit für Änderungen steht über dem Befolgen eines festgelegten Plans.

Was ist eigentlich Usability?

Der englische Begriff Usability hat im Deutschen im wesentlichen zwei Übersetzungen. Zum einen Gebrauchstauglichkeit, die die Eignung eine Produktes in einem bestimmten Nutzungskontext bezeichnet. Und zum anderen Benutzerfreundlichkeit, welche die von einem Nutzer erlebte Nutzungsqualität eines Systems aufzeigt. Benutzerfreundlichkeit ist eng mit der Ergonomie verwandt.

Wegen den eher unklaren deutschen Übersetzungen ist es angebracht auch im deutschen den Begriff Usability zu verwenden.